Female Kurdistan
KINDL Berlin · Neukölln 08.09 – 12.2027 Berlin Art Week
Kuratorin & Konzept
Ayşe Şahin

Female Kurdistan

Jin · Jiyan · Azadî We are not invisible Wir sind nicht unsichtbar

Grenzen zerfallen. Geschichten bleiben.

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01 Ausstellung

Eine Karte, die zerfällt — und Stimmen, die bleiben.

FEMALE KURDISTAN ist eine interdisziplinäre Ausstellung zeitgenössischer kurdischer Künstlerinnen im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin. Gezeigt werden Installation, Film, Video, Malerei, Klang, Literatur und Performance.

Ausgangspunkt ist die bislang geringe institutionelle Sichtbarkeit kurdischer Künstlerinnen in der deutschen Kunstlandschaft. Obwohl Berlin zu den wichtigsten diasporischen Zentren kurdischer Gegenwartskultur gehört, gab es bisher keine größere Ausstellung, die diese Positionen in vergleichbarer Konzentration zusammenführt.

Im Zentrum stehen Fragen nach Erinnerung, Landschaft, Migration, Körperpolitik, staatlicher Gewalt und kultureller Selbstrepräsentation — kurdische Gegenwartskunst als selbstverständlicher Teil internationaler zeitgenössischer Kunstproduktion.

Ort
KINDL — Berlin Neukölln
Eröffnung
8. September 2027
Laufzeit
bis Dezember 2027
Rahmen
Berlin Art Week
Medien
Film · Installation · Klang
Performance · Literatur
Format
Ausstellung × Magazin × Begegnung

Beim Scrollen wechseln die Gesichter.

Großmütter, Mütter, Künstlerinnen, Aktivistinnen, Musikerinnen. Stimmen in drei Sprachen — kurdisch, deutsch, englisch.

02 Positionen

Künstlerinnen

Künstlerinnen, die zwischen Deutschland, Kurdistan, der Türkei, Syrien und dem Iran arbeiten — zwischen Migration, Mehrsprachigkeit und politischer Verschiebung. Jede Position ein Fragment der Karte.

Cemile Şahin
Film · Installation · Literatur
Künstlerische Leitung
Zehra Doğan
Malerei · Zeichnung
Angefragt
Pınar Öğrenci
Film · Video
Angefragt
Melike Kara
Malerei · Installation · Text
Angefragt
Leyla Yenirce
Klang · Video · Text
Angefragt
Fatoş Irwen
Installation · Textil · Zeichnung
Angefragt
Nejbir Erkol
Installation
Angefragt
Nezaket Ekici
Performance
Angefragt
Rezzan Gümgüm
Performance · ZER.Woman
Angefragt
There is a peculiar thing about absence Cemile Şahin · 2025

Cemile Şahin

Künstlerische Leitung · beteiligte Künstlerin

Cemile Şahin (*1990 in Wiesbaden) ist eine deutsch-kurdische Autorin und bildende Künstlerin. Sie studierte am Central Saint Martins College in London und an der Universität der Künste Berlin. In ihrer interdisziplinären Praxis verbindet sie Literatur, Film, Fotografie, Installation und Textkunst.

Inhaltlich setzt sie sich mit Erinnerung, Migration, Medienbildern, Gewalt sowie kurdischer Geschichte und Diaspora auseinander. Bekannt wurde sie mit ihren Romanen Taxi (2019), Alle Hunde sterben (2020) und Kommando Ajax (2024).

ars viva-Preis 2020 Alfred-Döblin-Medaille 2020 CIRCA-Preis 2023 Erich-Fried-Preis 2025
03 Ausgewählte Arbeiten
4-Kanal-Videoinstallation · 2025

BB — Born to Bloom

Cemile Şahin · Kunst Halle Sankt Gallen

Eine multimediale Videoinstallation, die filmische Montage, Archivmaterial, Social-Media-Bilder und digitale Bildästhetiken verbindet. Im Zentrum steht die Frage, wie Bilder politische Wirklichkeit prägen — und wie Kurdistan nicht nur als geografischer Ort, sondern als emotionaler und erinnerungspolitischer Raum erscheint.

Vorgesehen für Female Kurdistan
Videoarbeit · Installation · 2023

Gewehr im Schrank

Rifle in the Closet · Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

Eine installative Videoarbeit über familiäre Erinnerung, Militarisierung und politische Gewalt. Das „Gewehr im Schrank“ wird zur Metapher für latente Bedrohung und generationenübergreifende Traumata — schnelle Montage, filmische Schnitte und digitale Bildwelten zwischen Nachrichtenbildern, Computerspielen und Popkultur.

Schnelle Montage · fragmentierte Narration
Video · Performance

Weitere Positionen

Objection of the Mothers of the City · My / Red Lines

Pınar Öğrenci greift in Objection of the Mothers of the City eine Protestaktion der Peace Mothers in Van auf. Rezzan Gümgüm führt ihre Langzeitperformance My / Red Lines über Grenzen, Kontrolle und Widerstand in Berlin fort. Arbeiten von Melike Kara, Leyla Yenirce, Nejbir Erkol und Zehra Doğan erweitern die Ausstellung um Malerei, Klang und Performance.

Grenzen · Kontrolle · Widerstand
04 Erweiterte Formate

Vermittlung ist nicht Rahmenprogramm — sie ist Teil der künstlerischen Struktur.

A Musik

Listening Sessions und performative Beiträge verbinden musikalische Praxis mit Migration, Exil, Sprache und kultureller Kontinuität.

  • Seyyare — Anatolian Women’s Choir
  • Kurdish Music Collective Berlin
  • EBOW

B Literatur & Diskurs

Lesungen und Gesprächsformate zu Frauenrechten, Trauma, Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Teilhabe.

  • Ronya Othmann
  • Fatma Aydemir
  • Natalie Amiri
  • Tekkal-Schwestern

C Workshops

Traditionelle Praktiken — nicht folkloristisch, sondern als lebendige Wissens- und Erinnerungssysteme.

  • DEQ-Tätowierung
  • Musik & Tanz
  • Textiles Handwerk

D Communities

Feministische und community-orientierte Perspektiven, gemeinsam mit Berliner Initiativen entwickelt.

  • HÁWAR.help e.V.
  • ZER.Woman
  • CENI — Frauenbüro für Frieden

E Begehbare Lehmbauinstallation

Den Abschluss bildet eine begehbare Lehmbauinstallation von Cemile Şahin mit weiteren Beteiligten. Auf Teppichen und bei Tee aus dem Samowar entsteht ein Raum des Verweilens, Lesens und Austauschs — Gespräche, Lesungen und Oral-History-Formate machen Besucher:innen zum Teil der räumlichen Situation.

  • Oral History
  • Lesungen
  • Nachhaltige Materialien
  • Begegnungsraum

Komm
vorbei.

Tage
Std
Min
Ort
KINDL — Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am Sudhaus 3 · 12053 Berlin-Neukölln
Eröffnung
8. September 2027 · zum Auftakt der Berlin Art Week
Laufzeit
bis Dezember 2027
Zugang
Mehrsprachig · barrierearm · diskriminierungssensibel